Physiotherapie · Bobath · gerätegestützte Krankengymnastik · Manuelle Lymphdrainage · Manuelle Therapie
Gabriele Böhm
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News

Menschen zusammenbringen - so entsteht Gemeinschaft

Karlsbad (ots) - Welche Kommune hat sie nicht, die Viertel mit besonderem Förderbedarf? Hier machen sich die Folgen sozialer Ungleichheit, internationaler Migrationsprozesse und der demografische Wandel am meisten bemerkbar und beeinträchtigen das Leben dieser Menschen. Doch so soll es nicht sein: Im Grundgesetz ist die Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit verankert. "Um dem nachzukommen, konzipieren Kommunen Programme zur Stadtteilentwicklung und initiieren Projekte, um eine vielfältige, humane Lebenswelt entstehen zu lassen,", erklärt Dr. Sandra Schiller, die sich gemeinsam mit der Ergotherapeutin Monika Mayer im DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.) engagiert. Sie verdeutlicht, dass mit den richtigen Mitteln ein besseres Klima geschaffen werden kann - ein sowohl aus gesellschaftlicher als auch aus politischer und wirtschaftlicher Hinsicht erstrebenswerter Zustand, der letztlich auch für mehr Sicherheit für alle Menschen sorgt.

Die Lebenssituation benachteiligter Menschen nachhaltig verbessern - nicht mehr und nicht weniger hat die sogenannte gemeinwesenorientierte Arbeit zum Ziel. Benachteiligte und somit förderungsbedürftig sind in diesem Zusammenhang diejenigen, die aufgrund ihrer Lage vom gesellschaftlichen Leben quasi ausgeschlossen sind. Unter anderem gehören dazu von Altersarmut oder Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene oder Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete. Sie gilt es zu unterstützen und so zu befähigen, dass sie ihr Leben besser strukturieren und sich neu ausrichten können. 'Die eigenen Ressourcen erkennen' und 'sinnvolle Aufgaben und Aktivitäten finden' sind dabei wichtige Aspekte, um die sich Ergotherapeuten in den interdisziplinär aufgestellten Projektteams kümmern.

Menschen und damit ihre Handlungsplanung aktivieren

Die Folgen des meist ungewollten "Nichtstuns" sind sichtbar und Dr. Sandra Schiller führt dazu die Forschungsergebnisse der dänischen Ergotherapeutin Anne-Le Morville mit geflüchteten Menschen an: Sie konnte belegen, dass die Handlungsplanung im Gehirn bei denjenigen, denen eine sinnvolle Möglichkeit sich zu betätigen fehlt, tatsächlich sogar abnimmt, je länger sie nichts tun (dürfen). Es handelt sich also nicht etwa um intellektuelle oder individuelle Defizite, darum, dass jemand nicht will - vielmehr sind es in aller Regel die äußeren Umstände die dazu führen, dass Menschen durch fehlende Aufgaben und eine zu geringe Betätigung nicht mehr zu einer vernünftigen Handlungsplanung imstande sind. Übertragbar sind die Erkenntnisse mit geflüchteten Menschen auf alle anderen Gruppen von Menschen in vergleichbaren Situationen, die einen Betätigungsmangel zur Folge haben. Um diese Menschen zu einem aktiven Teil der Gesellschaft zu machen, sie zu integrieren, sind Projekte im Gemeinwesen dringend nötig. Dass Investitionen an dieser Stelle später größere Schäden und Ausgaben durchaus minimieren, erkennen inzwischen viele Kommunen. Wohlfahrtsverbände und ähnliche Institutionen, ja sogar Wohnbaugesellschaften sehen den Nutzen ebenfalls und setzen mittlerweile entweder einzelne Mitarbeiter oder ganze Teams ein, die sich um die Bewohner ihrer Einrichtungen beziehungsweise ihrer Quartiere kümmern.

Ergotherapeuten sorgen für Empowerment...

"Das ist eine Entwicklung, die in die richtige Richtung geht", bestätigt die Ergotherapeutin Mayer. Neben den Fachdisziplinen mit sozial ausgerichtetem Hintergrund sind häufig Ergotherapeuten Teil solcher Projektteams beziehungsweise sind sie in manchen Fällen sogar fest angestellt. Mayer erklärt, welche besonderen Impulse in diesem Kontext von ihren Berufskollegen ausgehen: "Ergotherapeuten gehen den Ursachen auf den Grund. Sie erkennen mit ihrem professionell geschulten Blick, wenn jemand etwa Probleme hat, sich zu beteiligen." Sind es Einschränkungen, Defizite oder Erkrankungen, können Ergotherapeuten oftmals sogar direkt intervenieren oder nötigenfalls zusätzlich dafür sorgen, dass die betroffenen Menschen weitere zielgerichtete professionelle Hilfe erhalten. Durch eine Kombination aus unterschiedlichen Fachbereichen wie Medizin und Sozialwissenschaften, ergänzt durch Elemente aus Pädagogik, Psychologie und Soziologie erhalten Ergotherapeuten diese spezielle Befähigung. Sie richten den Fokus auf den Menschen, seine Biografie, Kompetenzen, Potenziale und das was er tut - oder eben auch nicht, beleuchten das Umfeld und erhalten so ganz andere Einblicke und Erkenntnisse. "Es reicht nicht, auf eine Aufgabe zu schauen, die zu einem Ziel führen soll", fasst Mayer zusammen. Ergotherapeuten schauen: Wie kann der Mensch, um den es geht, zum Ziel kommen. Und wieviel individuelle Unterstützung ist erforderlich, damit die Leute sich mit einer Aufgabe so auseinandersetzen, dass sie sie bewältigen können - und zwar schrittweise, ihrem eigenen Potenzial und Fähigkeiten entsprechend und ohne dass es übergriffig wird. So funktioniert bei Ergotherapeuten Empowerment.

...koordinieren, sind Schnittstelle und initiieren Netzwerke

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der zum Gelingen einer funktionierenden Gemeinschaft beiträgt, ist, die Menschen, die Hilfe benötigen, zu erreichen. "Das klappt erfahrungsgemäß am besten, wenn sie sehen, dass sich vor Ort etwas tut", so Sandra Schiller. Angebote in schriftlicher, gedruckter oder digitaler Form erfüllen diesen Zweck eher nicht. Gute Erfahrungen gibt es mit dem Schaffen von Tauschbörsen oder Beratungsstellen, Nachbarschaftscafés, Küchen und anderen Begegnungszentren. Über Projekte wie Urban Gardening, weiß Schiller nur Positives zu berichten. Werden Beete oder Hochbeete zentral anlegt, haben sie den wunderbaren Effekt, dass viele Menschen vorbeigehen, sich häufig direkt einbringen und mitmachen. Im miteinander Tun kommen sie leicht ins Gespräch; selbst bei sprachlichen Barrieren entstehen Kontakte, die bestehen bleiben, Netzwerke bilden und weiten sich aus. Ergotherapeuten sorgen in ihrer Schnittstellenfunktion zwischen dem Einzelnen, der Gruppe, aber auch den anderen Fachdisziplinen und Behörden dafür, dass einmal Angebahntes nicht zum Erlahmen kommt. Und können so von zahlreichen Erfolgen berichten: von Menschen, die Verantwortung übernehmen - für sich, teils auch für andere. Von gelungener Inklusion, bei der Menschen sich integriert oder andere in ihre Gruppe aufgenommen haben. Von Menschen, die aufgrund ihrer (wieder)entdeckten Fähigkeiten eine Arbeit gefunden haben, oder von Menschen, die einen Zugang zur Politik gefunden haben.

Die gezeigten Erfolge sind nicht nur Erfolge für das Individuum. Es sind Erfolge für die Gesellschaft, die neben den humanitären Aspekten durch eine entschärfte Situation in unterprivilegierten Stadtteilen von mehr Sicherheit profitiert. Und last but not least setzt die Arbeit im Gemeinwesen da an, wo der Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bei seiner Weihnachtsansprache den Finger in die Wunde hält: beim miteinander reden und beim Unterschiede aushalten.

Informationsmaterial gibt es bei den Ergotherapeuten des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.); Ergotherapeuten in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes im Navigationspunkt Service und Ergotherapeutische Praxen, Suche.

6. März 2019: Europäischer Tag der Logopädie
In ihrer Vorstellung sind viele Deutsche Bewegungswunder

Gütersloh – Die Deutschen bewegen sich nach wie vor zu wenig. Neu ist: Die meisten denken das Gegenteil. Das zumindest legen Auswertungen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nahe.

2.081 Menschen in Betrieben und Behörden nahmen 2018 freiwillig an dem Gesundheitscheck der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe teil. In den meisten Bereichen deckten sich die Ergebnisse der durchschnittlich 50 Jahre alten Teilnehmer mit bekannten Studien zum Gesundheitsstand der Bevölkerung. In einem Bereich jedoch lieferte die Testserie ein verblüffendes Ergebnis.
Nur 40 Prozent sind im grünen Bereich, aber 92 Prozent glauben das

Alle Teilnehmer wurden um eine Selbsteinschätzung zu ihrem Bewegungsverhalten gebeten. Dabei waren 92 Prozent der Meinung, dass sie sich ausreichend bewegen. Und dass, auch wenn sie in anderen Bereichen (Blutdruck, Gewicht) teilweise kritische Werte aufwiesen. Tatsächlich allerdings erfüllen in Deutschland lediglich gut 40 Prozent der Bevölkerung die Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie empfiehlt wöchentlich mindestens 2,5 Stunden moderate körperliche Bewegung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Und aus unserer Sicht sind die 2,5 Stunden bereits zu tief gegriffen“, urteilt der Kölner Sportwissenschaftler Klaus Clasing. Im Auftrag der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe führt er Gesundheitschecks in Unternehmen und Organisationen durch und berät die Teilnehmer. Die eklatant abweichende Selbsteinschätzung erklärt er sich mit mangelndem Gesundheitswissen. „Die Teilnehmer sind oft völlig überrascht, wenn wir ihnen erklären, dass zum Beispiel Hausarbeit nicht in diese Bewegungsbilanz zu rechnen ist“, berichtet Clasing aus dem Berateralltag.
Deutlich mehr Aufklärungsarbeit notwendig

Auffällig sei auch, dass durch die Testungen immer wieder Risikopatienten identifiziert würden, die bisher nichts von ihrem kritischen Gesundheitszustand wüssten. „Das sind deutliche Belege dafür, dass wir in Sachen gesundheitlicher Aufklärung in Deutschland noch lange nicht so weit sind, wie wir meinen“, lautet Clasings Schlussfolgerung. „Wir brauchen deutlich größere Anstrengungen in der Prävention. Gerade die Betriebliche Gesundheitsvorsorge eignet sich hervorragend dafür, Zielgruppen zu erreichen, die in der Regel weniger empfänglich für Prävention sind. Und durch den persönlichen Kontakt wirken solche Instrumente deutlich nachhaltiger als mediale Kampagnen.“

Der Gesundheitscheck der Deutschen Schlaganfall-Hilfe wertet Blutdruck, Blutzucker, Blutfett, Körpergewicht und körperliche Aktivität der Teilnehmer aus. Ein wissenschaftliches Analyseprogramm wertet die Daten aus, anschließend bespricht ein Arzt oder Gesundheitsberater das Ergebnis mit den Teilnehmern. Rund zehn Minuten dauert eine Testung. Unternehmen, Behörden und andere Organisationen können den Gesundheitscheck bei der Schlaganfall-Hilfe buchen.

Das Leben gut leben

Ein gutes, gesundes Leben führen – wer will das nicht? Krankenkassen bieten zu diesem Zweck Präventionsangebote an, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen. Gabriele Woick, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V.), vertritt einen anderen Ansatz: Sie hat das Reflexionsinstrument ‚Lebe Dein Leben gut‘ ausgearbeitet und sagt: „Ich lenke den Blick der Menschen auf das, was ihr tägliches Leben ausmacht und damit einen Einfluss auf ihre Gesundheit hat.“ Immer mehr entsprechend fortgebildete Ergotherapeuten bieten interessierten Einzelpersonen, Gruppen oder Unternehmen diese Form von Reflexionsstunden an.

Ist Gesundheit das höchste Gut? „Ja“ sagt Gabriele Woick, „schon, aber die Berufsgruppe der Ergotherapeuten betrachtet dieses Thema differenziert.“ Ergotherapeuten definieren Gesundheit nicht ausschließlich als das Ausbleiben von Krankheit. Sie verfolgen mit ihren Behandlungen und Interventionen vielmehr das Ziel, ihren Klienten zu Wohlbefinden und Zufriedenheit zu verhelfen. Oder zu Lebensqualität, selbst wenn die Folgen, Beeinträchtigungen oder Symptome von Krankheiten weiterhin bestehen. Denn ein gutes Leben macht sich, so die Sicht von Ergotherapeuten, an etwas anderem fest: Nämlich an dem, was Menschen wichtig ist, was ihnen etwas bedeutet. Und daran, ob das, was für diese Menschen einen Sinn und eine Bedeutung hat, also den Sinn ihres Lebens ausmacht, auch genügend Zeit und Raum bekommt. In der täglichen Routine, im ‚Hamsterrad‘, nimmt sich allerdings kaum jemand die Zeit, hierzu Überlegungen anzustellen. Und gegebenenfalls etwas zu ändern. Doch genau das ist nötig, um – folgt man der Anschauung von Ergotherapeuten – die Voraussetzungen für ein gutes und somit gesundes Leben zu schaffen. Gesundheit im Visier Anstatt sich auf Krankheiten zu beziehen oder wie deren Entstehung durch ausreichend Bewegung oder eine gute Ernährung vorzubeugen ist, hat Gabriele Woick die Gesundheit, das Wohlergehen im Visier. Auf Basis eines kanadischen Konzepts hat die Ergotherapeutin das Reflexionsinstrument ‚Lebe Dein Leben gut‘ in Deutschland implementiert. Ziel dieser ergotherapeutischen Intervention: Diejenigen, die daran teilnehmen, erkennen die Wechselwirkung von Alltag und Gesundheit und Wohlergehen. Ein nachhaltiger Denkprozess wird in Gang gesetzt und zwar schon im Vorfeld: die an einer Einzel- oder Gruppenreflexion Teilnehmenden bekommen die Aufgabe, fünf Fotos auszuwählen. Dabei sollen sie, so der Auftrag der Ergotherapeuten, die dieses Instrument anwenden, zwei Fragen beachten: „Was ist mir wichtig zu tun“ und „Wo ist es mir wichtig dabei zu sein“. „Ab dem Moment setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit ihrem Leben auseinander“ verdeutlicht Woick und berichtet, dass die Fotos oft Menschen zeigen, die Familie, Freunde, Gegenstände oder ‚die Arbeit‘. Den Blick nach innen richten… Das Reflexionsinstrument zeichnet sich dadurch aus, dass es bei jedem und für jede Situation anwendbar ist. Mithilfe von Fragen aus vier unterschiedlichen Kategorien wie der Dimension von Erfahrungen, Aktivitätsmuster oder Auswirkungen auf die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden regt die moderierende Ergotherapeutin die Gedanken desjenigen an, der sich gerade mit einem seiner Fotos beschäftigt. Die Karten helfen dabei, über die auf den Fotos gezeigten Aktivitäten aus unterschiedlichen Blickwinkeln nachzudenken. Anhand eines Beispiels, das auf Viele zutrifft, beschreibt Woick das Vorgehen. „Zunächst erzählt der Klient, in diesem Fall ein berufstätiger Mensch, was auf dem Foto zu sehen ist, etwa ein Schreibtisch, ein Dienstfahrzeug, Kollegen, oder, oder, und erläutert, warum ihm das Gezeigte wichtig ist“ erklärt die Ergotherapeutin. Als nächstes wählt derjenige für ihn passende Karten aus der ersten Kategorie aus, wie etwa „Identität entwickeln und zum Ausdruck bringen“. Vielen ist die Arbeit sehr wichtig, sie können sich weiterentwickeln und entfalten, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zeigen und weiter ausbauen, Anerkennung bekommen – von Kollegen, Vorgesetzten und je nach Position auch von Mitarbeitern. Oder sie identifizieren sich über ihren Status: Sie haben es zu etwas gebracht. Auch die Karte „Sicherheit und Wohlstand schaffen“ passt in dieses Muster. Fällt die Wahl dann auf eine Karte wie „Für sich selbst sorgen, auf sich achten“, kann es kritisch werden: Beim genauen Überlegen stellt Mancher fest, dass er tatsächlich nicht so gut auf sich achtet, vielleicht zu oft zu lange im Büro ist, sich manchmal erschöpft oder ausgelaugt fühlt, eine innere Anspannung spürt oder äußere Beschwerden wie Rückenschmerzen auftreten, er nachts wach wird. … und äußere Faktoren betrachten Im weiteren Verlauf der Intervention fragen die moderierenden Ergotherapeuten auch nach den Rahmenbedingungen. Um beim Thema ‚Arbeit‘ zu bleiben: beispielsweise wie viel Urlaub es gibt oder ob etwa unregelmäßiges oder nächtliches Arbeiten im Schichtbetrieb das Leben beeinflusst. Denn auch das gehört zu den möglichen Einsichten: Der Einzelne ist nicht alleine für die Gestaltung seiner Gesundheitssituation verantwortlich. So bietet sich in solchen Fällen an, im Rahmen einer Gruppenreflexion mit Kollegen oder anderen Personen aus dem Unternehmen zunächst entsprechende Erkenntnisse und danach Veränderungen und Verbesserungen herbeizuführen, was bei der betrieblichen Gesundheitsförderung eine Rolle spielt. Außerhalb solcher Situationen aus dem Arbeitsleben lässt sich ‚Lebe Dein Leben gut‘ auf jeden Menschen in jeder Lage übertragen. Dazu fallen der Expertin zahlreiche andere, individuell unterschiedliche Anliegen von Menschen ein, die in Einzel- oder Gruppenreflexionen ihren Alltag, ihr Leben betrachten. Dazu gehören Menschen in Übergangsphasen wie dem Eintritt ins Rentenalter, bei familiären Veränderungen oder Todesfällen aber ebenso diejenigen, die etwas ändern wollen oder spüren, dass sich ihr Leben nicht mehr ‚richtig‘ anfühlt. Denn am Ende der Intervention, wenn alle Fotos durchgearbeitet sind, zeigt sich ein Gesamtbild. Die Einen begreifen, dass ihr tägliches Leben in Teilen oder vielleicht sogar vollständig im Widerspruch zu dem steht, was sie sich vorstellen und wie es ihnen guttäte. Anderen gelingt es schon, sich beim Betrachten ihres Alltags und dessen Auswirkung Möglichkeiten zu überlegen, was sie an ihrer Lebensführung verändern möchten. Und die Nächsten haben erfasst, was ihnen in ihrem Leben zu Gesundheit und Wohlbefinden verhilft, gehen daher gestärkt aus den Gesprächen.

Mit ‚Lebe dein Leben gut‘ verfügen Ergotherapeuten über ein Instrument für die Gesundheitsförderung Erwachsener. Sie fungieren dabei als Moderatoren und bieten nötigenfalls weitere Interventionsmöglichkeiten an.

Informationsmaterial gibt es bei den Ergotherapeuten des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.); Ergotherapeuten in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes im Navigationspunkt Service und Ergotherapeutische Praxen, Suche.



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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.